Boreout-Syndrom: Wenn Langeweile zum Problem wird

Das Boreout-Syndrom ist weniger bekannt als das Burnout-Syndrom. Im Gegensatz zu diesem ist es keine eigenständige Erkrankung. Fakt ist aber: Dauerhafte Langeweile und Unterforderung können von Kopfschmerzen bis hin zu Schlaflosigkeit, Infektionsanfälligkeit oder sogar Depressionen führen.

Was genau ist das Boreout-Syndrom?

Es ist zwar deutlich weniger bekannt als das Burnout-Syndrom. Auch hat es im Gegensatz zu diesem keinen offiziellen Krankheitsstellenwert (das Burnout-Syndrom ist in der International Classification of Diseases ICD 10 genannt, das Boreout-Syndrom dagegen nicht). Und sicherlich hört es sich im ersten Augenblick sogar unrealistisch an.

Krank durch Langeweile? Ist doch super, wenn ich im Job nicht viel Stress habe – besser, als wenn ich ständig überlastet bin und nicht weiß, wo mir der Kopf steht! Das mag vordergründig logisch erscheinen – tatsächlich ist das Boreout-Syndrom aber für Betroffene alles andere als eine eingebildete Banalität. Definiert wird das Boreout-Syndrom über die drei Hauptmerkmale:

  • Desinteresse
  • Langeweile
  • Unterforderung

Dabei ist es nicht so, dass Betroffene nicht arbeiten wollen – es ist nur oft über Jahre hinweg schlicht und ergreifend nichts oder nicht genug zu tun. Eine Abwärtsspirale entsteht: keine Aufgaben – Unterforderung – Langeweile – Desinteresse an den vorhandenen Aufgaben.

Gelangweilter Mann ist mit seiner Arbeit unterfordert
© gpointstudio

Wie erkenne ich, ob ich an dem Boreout-Syndrom leide?

Betroffene, die am Boreout-Syndrom leiden, sind wahre Meister im Verleugnen. Erst einmal ist es vielleicht sogar ganz nett, im Job viel Zeit für einzelne Aufgaben zu haben. Wenn Langeweile und Unterforderung aber nicht die Ausnahme, sondern die Regel sind, wird es kritisch. Denn nach und nach werden die Dinge, die tatsächlich zu erledigen sind, als Last empfunden, sogar Überforderung tritt ein.

Das Boreout-Syndrom äußerst sich zuerst einmal in Kleinigkeiten. Betriebsame Beschäftigung wird vorgetäuscht, obwohl die Betroffenen heimlich im Internet surfen, Zeitschriften lesen oder andere Strategien entwickeln, um die Zeit totzuschlagen. Übrigens: Das Boreout-Syndrom zieht sich durch viele Berufs- und Gehaltsgruppen. Es sind jedoch nicht selten die Besserverdienenden in höheren Positionen, die vom Boreout-Syndrom betroffen sind.

Klingt paradox? Ist es auch. Trotzdem sind Betroffene oft in ihren sozialen Strukturen (Ansehen, Karriereplan, abzuzahlende Kredite) gefangen und wollen ihren gut dotierten Job nicht aufs Spiel setzten.

Geschäftsmann ist frustriert
© djoronimo

Symptome Boreout-Syndrom

Das Boreout-Syndrom wird auch als Erschöpfungsdepression bezeichnet. Die psychische Symptomatik äußerst sich oft in einem Gefühl der Leere, des Nicht-Weiterkommens, des Gefangen-Seins. Auch die gefühlte Sinnlosigkeit des Tuns und des Seins sowie ein Gefühl der Hilflosigkeit sind typische Symptome.

Körperlich kann sich das Boreout-Syndrom auf unterschiedlichste Weise äußern. Dabei ist spannend, dass sich die Symptome von Burnout- und Boreout-Syndrom oft gar nicht so sehr unterscheiden: Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit und der Verlust der Libido sind bei Betroffenen erkennbar. All das zeigt: Das Boreout-Syndrom ist – auch ohne eigenständigen, offiziellen Krankheitswert – ein Zustand, der nicht auf Dauer ignoriert werden sollte.

Wie kann ich dem Boreout-Syndrom präventiv vorbeugen?

Erkennst du dich im Boreout-Syndrom wieder? Kommt dir das alles bekannt vor? Dann ist es Zeit, die Notbremse zu ziehen, bevor du gesundheitlich unter dem Boreout-Syndrom leidest. Den klassischen Symptomen des Syndroms (Unterforderung, Langeweile, Desinteresse) stehen die Merkmale für Zufriedenheit im Job gegenüber: Zeit (weder Stress, noch Langeweile), Sinn (Erfüllung und Zufriedenheit) und Geld (angemessene Vergütung). Haben die Symptome des Boreout-Syndrom bei dir im Job die Oberhand?

Es ist gut, wenn du das erkennst. Denn Selbsterkenntnis ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Schon bei kleinen Anzeichen, dass dich deine Arbeitsstelle auf Dauer nicht
erfüllt, kannst du die Weichen gegen das Boreout-Syndrom in die richtige Richtung stellen. Lässt sich im Job erst einmal nichts ändern, kannst du deine Freizeit aktiv gestalten.

Junges Paar fährt Fahrrad
© pressmaster

Ein erfülltes Privatleben, ein tolles Hobby oder ehrenamtliche Tätigkeiten können einen Ausgleich schaffen und dem Boreout-Syndrom vorbeugen. Allerdings: Auf Dauer ist eine abwartende Haltung keine Lösung. Ist kein Ende der Unterforderung in Sicht empfiehlt es sich, entsprechende Schritte zu unternehmen und so nicht in das Boreout-Syndrom abzurutschen – und zwar eher früher als später.

Was kann ich im Job gegen das Boreout-Syndrom tun?

Der Konflikt zwischen Unzufriedenheit sowie daraus resultierenden Anzeichen gesundheitlicher Probleme und der Angst vor Konsequenzen (Anerkennungsverlust, Jobverlust) verhindern zu oft, dass Betroffene mit ihren Vorgesetzten sprechen und so aktiv eine Veränderung herbeiführen. Es muss aber nicht immer direkt die Kündigung sein, der Weg zu mehr Zufriedenheit kann durchaus in kleinen Etappen und mit mehreren Stellhebeln in Angriff genommen werden.

Ein erfülltes Privatleben und sinnstiftende Tätigkeiten in der Freizeit sind eine gute Basis für mehr Zufriedenheit. Gesunde Ernährung und viel Bewegung wirken ausgleichend und stärken das Immunsystem. Ausreichend Schlaf oder auch Meditation wirkt negativem Stress entgegen.

Trotzdem ist es sinnvoll, bei Anzeichen von Boreout-Syndrom das Gespräch mit Vorgesetzten zu suchen. Ist ein Abteilungswechsel möglich? Können zusätzliche Aufgaben übernommen werden? Wäre eine Fortbildung und darauf aufbauend ein neues Tätigkeitsfeld sinnvoll? Wichtig ist es für Betroffene, zu erkennen, dass etwas geändert werden muss. Das ist oft nicht leicht – eine Gesprächstherapie kann helfen, den Mut für entsprechende Schritte gegen das Boreout-Syndrom zu finden.

Mann mit Boreout-Syndrom ist in Therapie
© prostock-studio

Welche zusätzlichen Tipps kann ich befolgen?

Ein aktiver Lebensstil ist immer sinnvoll – im Kampf gegen das Boreout-Syndrom ist es sogar essenziell, nicht auch privat in Lethargie oder sogar Depressionen zu versinken. Dazu können beitragen:

Aktive Freizeit

Manchmal ist ein Jobwechsel trotz Boreout-Syndrom nicht möglich, nicht gewünscht oder aus psychischen Gründen eine zu große Hürde. Wichtig: Das ist kein Grund, sich minderwertig zu fühlen oder das Gefühl zu haben, alles nicht zu schaffen und zu versagen! Es kann schon sinnvoll sein, in kleinen Schritten und Etappen aktiv etwas zur Verbesserung der Situation beizutragen und so mehr Sinn in den Alltag zu bringen.

Bewegung an der frischen Luft ist ein Energiebooster – dabei muss es nicht immer der Leistungssport sein. Auch Spaziergänge (am besten täglich!) sind bestens dafür geeignet, dem Körper die benötigte Bewegung zu gönnen und so dem Boreout-Syndrom entgegenzuwirken. Sauerstoff, Sonnenlicht und Bewegung bringen den Körper in Schwung – und können
die negativen Gedankenspirale beim Boreout-Syndrom unterbrechen.

Gesunde Ernährung

Vollwertige und frische Kost hilft dem Organismus, seine bestimmungsgemäßen Aufgaben täglich aufs Neue zu erfüllen. Ist der Körper durch das Boreout-Syndrom belastet, ist das besonders wichtig. Täglich Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und Milchprodukte (oder entsprechender Ersatz) sowie ausreichend Flüssigkeit sind die Basis für die Leistungsfähigkeit des Stoffwechsels.

Frau frühstückt gesundes Essen mit Tee
© natabuena

Fleisch, Fisch und Eier ergänzen diese Basis vollumfänglich. Wenn du dich nach einem bestimmten Ernährungsstil ernährst (vegetarisch, vegan, glutenfrei, …) sorge dafür, dass du mit
hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln alle Nährstoffe erhältst, die dein Körper braucht. Ganz wichtig: Ernährung soll Spaß machen!

Zum Beispiel leckere Smoothies, ein tolles gesundes Obst-Dessert oder Vollkornpasta mit gegrilltem Gemüse sind echtes Soulfood und versorgen deinen Körper mit Energie – nicht nur im Kampf gegen das Boreout-Syndrom.

Stoffwechsel ankurbeln: Stoffwechselkur und Active+

Gerade bei Anzeichen von Boreout-Syndrom ist ein gut funktionierender Stoffwechsel essenziell. Unterstütze deine gesunde Ernährung, deinen Körper, deine Abwehrkräfte und deine psychische Gesundheit mit unseren hochwertigen Produkten und profitiere von der ganzheitlichen Energie der ausgewählten Inhaltsstoffe.

Mit unserer Stoffwechselkur bekommst du ein aufeinander aufbauendes Komplettpaket, das dich in deinem positiven Körpergefühl aktiv unterstützt. Wähle dein passendes Paket aus und tue deinem Körper Gutes! Ein aktiver Stoffwechsel hilft dir, die Symptome des Boreout-Syndroms auf unterstützende Weise zu relativieren und dich stark für aktive Veränderung
zu machen.

So sind zum Beispiel Vitamin C und Omega-3-Fettsäuren wertvolle Inhaltsstoffe, die dein Immunsystem, Herz-Kreislaufsystem und deine Verdauung unterstützend regulieren. Mit Active+ erhältst du die optimale Unterstützung, um fit und leistungsfähig durch den Tag zu gehen. Grüntee- Bitterorange und Guarana-Extrakte liefern Energie und unterstützen deinen Körper darin, den natürlichen Stoffwechsel auf schonende Weise anzukurbeln.

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© vitalbodyplus

Wichtig beim Boreout-Syndrom: Ausreichend Schlaf

Oft unterschätzt, aber essenziell: Genug Schlaf ist ein wahres Wundermittel für unsere Gesundheit. So seltsam es klingen mag, aber auch das Boreout-Syndrom ist ein wichtiger Indikator für unausreichend Schlaf, obwohl doch eher Langeweile vorherrscht. Trotzdem: Der gesunde Schlaf ist absolut notwendig für die Leistungsfähigkeit des Immunsystems, für die psychische Gesundheit und für den körperlichen Stoffwechsel.

Bekommt der Körper zu wenig Schlaf, wird er auf jeder Ebene anfällig für Krankheiten. Gereiztheit, Gewichtszunahme, Herz-Kreislaufprobleme sind nur einige Folgen von chronischem Schlafmangel. Sorge für genug erholsamen Schlaf in einer gesunden Schlafumgebung. Dein Körper wird es dir danken – auch im Kampf gegen das Boreout-Syndrom.

Wichtig: Hast du das Gefühl, dass du bei deinem Boreout-Syndrom Hilfe benötigst, dann nutze unbedingt die professionelle Unterstützung von therapeutischen Angeboten! Depressionen oder sonstige psychische Symptome sind Anzeichen dafür, dass ernste Erkrankungen vorliegen, die alleine nicht bewältigt werden können.

Fazit

  • Du könntest vom Boreout-Syndrom betroffen sein, wenn du in deinem Job durch Unterforderung, Langeweile und dadurch unter Desinteresse leidest
  • Ändere aktiv deine Situation: Ein Gespräch mit Vorgesetzten kann der erste Schritt zu entscheidenden Verbesserungen sein
  • Unterstütze deinen Körper mit gesunder Ernährung und einer aktiven Freizeitgestaltung
  • Nutze hochwertige Nährstoffe, um deinen Körper gesundheitlich resistent gegen die Folgen des Boreout-Syndroms zu machen und diesen bereits frühzeitig aktiv vorzubeugen
  • Unsere Stoffwechselkur und Active+ sind perfekt für dich geeignet

Quellenverzeichnis

  • BO (25.01.2017): https://www.gesundheit.de/fitness/arbeit-beruf/burnout/boreout-langeweile-am-arbeitsplatz (Abgerufen: 30.04.2021)
  • DEBInet: http://www.ernaehrung.de/tipps/vollwertig/vollwert12.php (Abgerufen: 30.04.2021)

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