Hast du eine Glutenunverträglichkeit?

Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen, die sich nicht erklären lassen, Übergewicht, das einfach nicht verschwinden will – trotz Sport und gesunder Ernährung. Die Glutenunverträglichkeit hat viele Symptome, die manchmal lange unentdeckt bleiben. Was aber ist Glutenunverträglichkeit? Und wie kannst du trotz Glutenunverträglichkeit gesund abnehmen?

Was ist eine Glutenunverträglichkeit?

Die Glutenunverträglichkeit oder auch Glutenintoleranz gehört zu den Intoleranzen gegen bestimmte Nährstoffe. In diesem Fall ist es die Gliadinfraktion des Proteingemischs Gluten, das in bestimmten Getreidesorten vorkommt. Das bekannteste glutenhaltige Getreide ist der Weizen. Aber auch Roggen, Dinkel, Hafer Gerste und weitere Sorten enthalten Gluten. In den letzten Jahren und Jahrzehnten verbreitet sich die Glutenunverträglichkeit immer mehr.

Sie ist eine der am häufigsten auftretenden Nahrungsmittelunverträglichkeiten überhaupt. Der Einzelhandel reagiert: Im Supermarkt, im Biomarkt oder in der Drogerie erhältst du bei Bedarf glutenfreie Lebensmittel in großer Auswahl. Selbst Fertiggerichte (Pizza, Lasagne, …) kannst du problemlos glutenfrei kaufen.

Diagnostiziert wird die Glutenunverträglichkeit unter anderem (neben Blutwerten oder der Entnahme von Dünndarmschleimhaut) mit einem Lebensmittelausschlussverfahren. Bestimmte Symptomatiken weisen bereits auf die Diagnose hin – mit den Tests können Betroffene die sichere Diagnose erhalten. Die eigentliche Glutenunverträglichkeit ist auch bekannt unter dem Begriff „einheimische Sprue„.

Junge Frau konsultiert aufgrund einer Glutenunverträglichkeit einen Arzt
© prostock-studio

Es existiert auch eine „tropische Sprue„, die eine bakteriell verursachte Erkrankung des Darms bezeichnet und die in tropischen Gegenden verhältnismäßig oft auftritt.

Glutenunverträglichkeit vs. Zöliakie – was ist der Unterschied?

Zwischen der Glutenunverträglichkeit und der Zöliakie gibt es einige wichtige Unterschiede:

  1. Zöliakie ist angeboren. Der Fachbegriff dafür lautet „Glutenenteropathie“ und bezeichnet eine Autoimmunerkrankung des Dünndarms, sie zeigt aber auch Allergiesymptomatik. Der Dünndarm ist ca. vier Meter lang und besteht nicht aus einer glatten Oberfläche, sondern aus vielen Falten, Einkerbungen und Ausstülpungen.
    Diese Ausstülpungen nennt man Zotten. Besteht eine Zöliakie, können die Zotten durch bestimmte Mechanismen ihre Aufgaben – die Aufnahme von Nährstoffen – nicht mehr erfüllen. Dies hat mehrere Folgen: Der Dünndarm kann sich entzünden, Verdauungsprobleme treten auf, das Immunsystem wird geschwächt und Nährstoffe können nicht mehr in den Körperkreislauf aufgenommen werden.

  2. Zöliakie ist, wie bereits erwähnt, eine genetisch veranlagte und angeborene Autoimmunerkrankung. Die Glutenunverträglichkeit wird im Lauf eines Lebens erworben, auch Kinder können darunter leiden.

  3. Es gibt mehrere Subtypen der Glutenunverträglichkeit bzw. Zöliakie: Die potenzielle Zöliakie (Antikörper vorhanden, keine Darmschleimhautveränderung), die subklinische Zöliakie (Antikörper vorhanden, Darmschleimhautveränderung, keine Beschwerden) oder die Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität (NCGS).

Welche Symptome zeigt eine Glutenunverträglichkeit?

Grundsätzlich ist von der Glutenunverträglichkeit der Dünndarm betroffen. Deshalb treten am ehesten Symptome auf, die den Darm betreffen. Durchfall oder auch Verstopfung, Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe, Übelkeit und Erbrechen sind typische Symptome. Auch Blässe, Schwäche, Antriebslosigkeit, Appetitlosigkeit sowie Gereiztheit und Müdigkeit sind Folgen der Glutenunverträglichkeit.

Mann mit einer Glutenunverträglichkeit liegt auf dem Sofa mit Bauchschmerzen
© gstockstudio

Es gibt weitere Symptome, die mit der Glutenunverträglichkeit in Verbindung gebracht werden können. Kopfschmerzen, Mundfäule, Depressionen, Muskelkrämpfe, Lebererkrankungen, neurologische Ausfälle und vieles mehr kann für Patienten sehr belastend sein.

Vielleicht fragst du dich, wie die Symptome der Glutenunverträglichkeit überhaupt entstehen können? Es ist nämlich gleichzeitig faszinierend und spannend, wie eng unsere Körperfunktionen miteinander zusammenhängen und ineinandergreifen. Wieso zum Beispiel kann eine Glutenunverträglichkeit Mundfäule auslösen?

Nun, im Dünndarm gibt es sogenanntes lymphatisches Gewebe. Das sind Zellen, die einen Teil des Immunsystems darstellen, sie werden Preyer’sche Plaques genannt. Die Glutenunverträglichkeit zerstört nicht nur die Zotten, also die Ausstülpungen des Dünndarms, sondern eben auch dieses für die Immunabwehr so wichtige Gewebe. Wie eine Reihe Dominosteine kippt nach und nach das gesamte System: Darmzellen werden geschädigt, das Immunsystem wird geschwächt, Erreger können leichter in den Körper eindringen. Eine beliebte und leicht erreichbare Eintrittspforte für Erreger sind Kleinstverletzungen in der Mundschleimhaut – Mundfäule und Aphten sind die Folge!

Bei Kindern äußert sich die Zöliakie in Gedeihstörungen (die Kinder sind klein und schwächlich, das Wachstum ist verzögert), aufgeblähtem Bauch, viel Schreien, Unruhe und Trinkverweigerung. Hier ist sofortige ärztliche Versorgung geboten.

Welche Therapien gibt es?

Die schlechte Nachricht ist: Gar keine. Bis heute konnte keine Therapie entwickelt werden, die die Glutenunverträglichkeit bzw. die Zöliakie ursächlich bekämpfen kann. Behandelt wird
ausschließlich symptomatisch: Kopfschmerztabletten gegen Kopfschmerzen, aufbauende Medikamente für die Darmgesundheit, Schlafmittel bei Schlaflosigkeit usw. Dass das nur bedingt sinnvoll ist, leitet sich logisch ab.

Daher kommen wir zur guten Nachricht: Die einzig mögliche und gleichzeitig aber relativ leicht umzusetzende Therapie gegen die Glutenunverträglichkeit ist die lebenslange und absolute Vermeidung von glutenhaltigen Lebensmitteln. Was am Anfang abschreckend wirken mag, wird nach und nach von der Macht der Gewohnheit abgelöst. Der Blick auf die Zutatenliste von Lebensmitteln wird zur Routine.

Frau überprüft Zutatenliste von Produkt im Supermarkt
© vlad_star

Viele Alternativen zu den klebereiweißhaltigen Getreidesorten stehen zur Verfügung, mit denen du deinen Speiseplan köstlich und abwechslungsreich gestalten kannst. Reis, Hirse, Quinoa, Buchweizen, Mais, Amarant, Nüsse etc. bereichern deine Ernährung bei Glutenunverträglichkeit (und auch sonst!). Extratipp: Stöbere einmal auf unsere Rezeptdatenbank und hol dir Inspiration für köstliche glutenfreie Gerichte!

Abnehmen mit Glutenunverträglichkeit

Klar, die Diagnose Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit ist erstmal eine Nachricht, die du sicherlich verarbeiten musst. Sicher fragst du dich als erstes, was du überhaupt noch essen darfst – und wie du trotz Glutenintoleranz dein Ziel, Gewicht zu reduzieren und abzunehmen, trotzdem verwirklichen kannst.

Keine Sorge: Durch das große Angebot an glutenfreien Nahrungsmitteln bist du nicht wirklich eingeschränkt, was das Essen betrifft. Einzige Vorgabe: Achte beim Einkauf deiner Lebensmittel auf die Zutatenliste. Wenn glutenhaltige Getreide enthalten sind: Finger weg! Greife auf glutenfreie Alternativen wie Reis, Quinoa, Hirse etc. zurück. Wenn du dich einmal mit den Lebensmitteln, die du nicht zu dir nehmen darfst, vertraut gemacht hast, ist die Glutenunverträglichkeit kein Grund mehr, leckeres Essen in vollen Zügen zu genießen – und dabei auch noch abzunehmen!

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Leidest du unter Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie und möchtest trotzdem gesund abnehmen, ist unsere Stoffwechselkur genau das Richtige für dich, und das gleich aus mehreren Gründen: Die Produkte der Stoffwechselkur sind absolut glutenfrei und somit für deine Ernährung grundsätzlich geeignet. Sie bestehen aus hochwertigen natürlichen Inhaltsstoffen, die den Körper optimal mit Nährstoffen versorgen.

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Fazit

  • Die Glutenunverträglichkeit oder Glutenintoleranz betrifft immer mehr Menschen. Kleibereiweißreiche Proteinverbindungen in bestimmten Getreidesorten werden vom menschlichen Organismus nicht akzeptiert.
  • Im Gegensatz zur erworbenen Glutenunverträglichkeit bezeichnet die Zöliakie oder „einheimische Sprue“ eine angeborene Autoimmunerkrankung. Bei Kindern äußerst sie sich in Gedeihstörungen, Blähbauch, Unruhe und häufigem Schreien. Auch eine Trinkverweigerung tritt auf – hier muss schnellstmöglich ärztlich behandelt werden.
  • Symptome der Glutenunverträglichkeit sind Blähungen, Verstopfungen, Durchfall, Bauchschmerzen, aber auch Kopfschmerzen, Müdigkeit, Aggressivität oder neurologische Symptome können auftreten.
  • Die Therapie der Glutenunverträglichkeit besteht im Vermeiden glutenhaltiger Lebensmittel. Und zwar ein Leben lang.
  • Nutze unsere hochwertige Stoffwechselkur und unseren zertifizierten DailyShake, um deine glutenfreie Ernährung mit der optimalen Nährstoffversorgung zu unterstützen. Abnehmen trotz Glutenunverträglichkeit und mit Genuss? Gelingt mit der Stoffwechselkur und dem DailyShake auch dir!

Quellenverzeichnis

  • PD Dr. med. Viola Andresen (02.04.2018): https://www.akdae.de/Arzneimitteltherapie/AVP/Artikel/201802/078h/index.php (Abgerufen: 11.06.2021)
  • Atenodoro R. Ruiz, Jr (Februar 2018): https://www.msdmanuals.com/de-de/profi/gastrointestinale-%20erkrankungen/malabsorptionssyndrome/z%C3%B6liakie (Abgerufen: 11.06.2021)
  • DZG: https://www.dzg-online.de/das-krankheitsbild.364.0.html (Abgerufen: 11.06.2021)
  • Dipl. oec. troph. Christiane Schäfer (2012): https://www.ugb.de/ernaehrungsberatung/zoeliakie/ (Abgerufen: 11.06.2021)

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