Histaminintoleranz: Wie macht sich diese bemerkbar?

Wer sich über Histaminintoleranz informieren möchte, stolpert schnell über relativ kryptische Schlagworte. Begleitend mit der Histaminintoleranz werden Begriffe wie Mastzellen, Vasodilatation, anaphylaktischer Schock und ähnlich gruseliges verwendet. Im Grunde ist es aber ganz einfach. In diesem Beitrag entschlüsseln wir das Geheimnis der Histaminintoleranz.

Histaminintoleranz – was ist das?

Die Histaminintoleranz gehört zu den Bereichen, bei denen in Gesprächsrunden gerne wissend genickt wird, wenn jemand das Thema erwähnt. Und während man noch nickt, hofft man, dass keiner fragt, was eine Histaminintoleranz denn nun sei. Denn ehrlich; könntest du die Histaminintoleranz beschreiben? Deshalb, in aller Kürze, die Histaminintoleranz mit ihren wichtigsten Eckpunkten: Histamin ist natürlich nicht nur an der Histaminintoleranz beteiligt. Vielmehr ist es ein wertvoller und vielseitiger Botenstoff im Körper, der unter anderem mit dafür verantwortlich ist, Entzündungen zu bekämpfen.

Wird im Organismus ein Krankheitserreger oder ein allergieauslösender Stoff entdeckt, schlägt das Immunsystem Alarm – auch ohne Histaminintoleranz. Die Mastzellen, die als Unterart der Lymphozyten zum Immunsystem gehören, schütten den Botenstoff Histamin aus. Histamin bewirkt nun verschiedene Reaktionen, unter anderem weitet es die Blutgefäße (Vasodilatation: Vaso- = Gefäß, Dilatation = Erweiterung) und macht sie durchlässig. Als Folge tritt Flüssigkeit aus den Gefäßen aus. Wird zu viel Histamin ausgeschüttet oder kommt es zu einer allergischen Reaktion, kann dies bis zum Schockzustand führen – das typische Bild des anaphylaktischen Schocks ist gegeben.

Frau hat Kopf- und Herzschmerzen zugleich
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Bis zum Schock muss es bei der Histaminintoleranz natürlich nicht kommen. Sinn und Zweck dieses Mechanismus ist es eigentlich, das betroffene Gewebe aufzuquellen und somit für die körpereigene Abwehr besser zugänglich zu machen. Als gute Beispiele dafür können die Schwellungen bei Insektenstichen oder die Quaddelbildung bei Brennnesselstichen dienen. Nur bei allergischen Reaktionen oder bei Histaminintoleranz schießt der Mechanismus über sein eigenes Ziel hinaus.

Obwohl es vor allem über den Begriff der Histaminintoleranz bekannt ist, erfüllt Histamin seine natürlichen Funktionen in vielen Bereichen des Stoffwechsels, auch außerhalb der Immunabwehr:

  • Anregung der Sekretion von Magensäure
  • Beteiligung am Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Beteiligung am Reflex des Würgens und Erbrechens
  • und viele mehr

Wie äußert sich eine Histaminintoleranz?

Die Histaminintoleranz hat viele Gesichter. Bis sie diagnostiziert ist, können Betroffene eine lange Zeit der Unklarheit hinter sich haben. Mögliche Symptome der Histaminintoleranz können sein:

  • Laufende Nase, Schnupfen
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Herz-Rhythmusstörungen
  • Atemnot
  • Verdauungsprobleme
  • Hautausschlag, Hautrötung
  • Ödembildung (Bildung von Wassereinlagerungen)
  • innere Unruhe
Frau hat Übelkeit aufgrund einer Histaminintoleranz
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Achtung: Eine besondere Form der Histaminintoleranz äußert sich in sogenannten Angioödem, das früher auch als Quincke-Ödem bezeichnet wurde: Dies sind Wassereinlagerungen im Gesichts- und Zungenbereich, zum Beispiel nach einem Insektenstich, einem neuen Medikament oder nach Genuss eines unbekannten Lebensmittels. Das Angioödem stellt einen lebensbedrohlichen Notfall dar und muss schnellstmöglich notärztlich behandelt werden.

Welche Ursachen gibt es für die Histaminintoleranz?

Die Histaminintoleranz beruht auf einem Ungleichgewicht zwischen der Produktion, dem Bedarf, dem Abbau und der Verwertung von Histamin. Laut dem Bundesministerium für Bildung und Forschung leiden mehr als zwei Millionen Menschen an einer Histaminintoleranz. Nicht nur die Histaminintoleranz, auch andere Intoleranzen gehören zu den häufigen Unverträglichkeiten. Laut der pronova BKK Studie „Männer-/Frauengesundheit 2018“ kämpfen Frauen deutlich häufiger mit Unverträglichkeiten gegen bestimmte Nährstoffe als Männer. Die bekanntesten sind wohl die Gluten- und die Laktoseintoleranz.

Welche Behandlungsformen sind üblich?

So weit unsere medizinischen Möglichkeiten auch fortgeschritten sein mögen: Für die Histaminintoleranz gibt es keine Behandlung. Jedenfalls nicht im kausalen Sinn – das bedeutet: Die Ursache der Histaminintoleranz kann mit den heute verfügbaren medizinischen Therapien nicht beseitigt werden. Vielmehr werden Therapieformen eingesetzt, die lediglich die Symptome der Histaminintoleranz lindern. Eine große Bedeutung bei der Therapie der Histaminintoleranz hat die Ernährung.

Junge Frau kocht sich histaminarmes Essen
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Auch zur Diagnose wird die Ernährung herangezogen: Bei Verdacht auf Histaminintoleranz wird mittels eines Nahrungsmitteltests herausgefunden, ob sich die Verdachtsdiagnose bestätigt. Hier ist ein erfahrener Allergologe zu konsultieren. Weitere Testmöglichkeiten sind Blutuntersuchungen, Untersuchungen von Stuhl und Urin sowie der Pricktest, der als Allergietest üblich ist: Der vermutlich auslösende Stoff wird unter die Haut geritzt.

Auch wenn die Histaminintoleranz schwer nachzuweisen ist und sich nicht immer eindeutig diagnostizieren lässt, gilt: Wer heilt, hat recht. Wenn die Histaminintoleranz mit der Vermeidung von histaminhaltigen Lebensmitteln abklingt, ist Betroffenen schon viel geholfen.

Welche Lebensmittel enthalten Histamin?

Zuerst einmal: Histamin ist ein Eiweiß, das auf natürliche Weise sowohl in pflanzlichen und in tierischen Lebensmitteln vorkommt. Spannend ist, dass Histamin zur Reifung und zur Haltbarmachung bestimmter Lebensmittel eingesetzt wird. Gereifter Käse, Dauerwurst und Pökelfleisch sind Beispiele für histaminhaltige Nahrungsmittel. Aber welche noch? Als Lebensmittel mit hohem Histamingehalt gelten:

  • Fleisch, gepökelt, geräuchert, mariniert
  • Innereien
  • Schalentiere, Krustentiere
  • Fisch (Thunfisch, Markele, Sardelle, Hering)
  • Hartkäse, alter Gouda, Schimmelkäse, Parmesan
  • Gemüse (Tomaten, auch Tomatenketchup, Aubergine, Sauerkraut, Spinat, Oliven)
  • Nüsse (Walnüsse, Erdnüsse, Cashew)
  • Obst (Bananen, überreifes Obst, Konservenfrüchte)
  • Süßigkeiten (dunkle Schokolade, Marzipan)
  • sonstige Lebensmittel: Hefe, Fertiggerichte, gereifter Balsamicoessig
Käseplatte mit Nüssen
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Dies ist nur ein Auszug aus vielen weiteren Lebensmitteln, die Histamin enthalten und die folglich bei einer Histaminintoleranz zu Symptomen führen können. Übrigens: Auch Getränke enthalten Histamin. Schätzt du zum Beispiel ein Glas Rotwein zum Abendessen und danach beginnt deine Nase zu laufen oder deine Haut zu jucken? Dann könntest du an eine Histaminintoleranz denken. Auch zum Beispiel Sekt, Energydrinks, Tomatensaft enthalten Histamin!

Ernährung ohne Histamin – ist das möglich?

Um es kurz zu sagen: Ja. Es ist nur deutlich schwieriger und aufwändiger als zum Beispiel eine glutenfreie Diät. Histamin ist in wirklich vielen Lebensmitteln enthalten oder entsteht während der Lagerung. Trotzdem ist es durchaus möglich, bewusst auf diese Lebensmittel zu verzichten. Meidest du histaminhaltige Lebensmittel aufgrund einer Histaminintoleranz, so ist es umso wichtiger, wichtige Nährstoffe mit alternativen Lebensmitteln aufzunehmen. Natürlich kannst du auch Nahrungsergänzungsmittel, die deinen Qualitätskriterien entsprechen, in deine Ernährung integrieren.

Extratipp: Bei überschießenden Reaktionen auf Histamin kann oft die Reinigung des Darmes und die Entgiftung des Körpers eine wohltuende Rolle spielen.

Nährstoffpaket – wichtige Nährstoffe in einem Paket

Nicht nur bei Histaminintoleranz, sondern grundsätzlich ist es für einen gesunden Lebensstil wichtig, sich mit essenziellen Nährstoffen zu versorgen. Dies gilt nicht nur für Makronährstoffe wie Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette, sondern auch für Mengenelemente und Spurenelemente. Zu diesen zählen unter anderem Calcium, Kalium, Folsäure, Eisen, Zink, Kupfer, Schwefel und viele mehr. Auch Vitamine müssen in ausreichender Menge über die Nahrung zugeführt werden – der Körper kann sie nicht selbst bilden. Erst das Gleichgewicht aus allen benötigten Stoffen führt zu einem gesunden Dasein. Leidet der Körper unter einer Histaminintoleranz oder anderen Intoleranzen, ist es besonders wichtig, eventuelle Mangelerscheinungen frühzeitig auszugleichen.

Nährstoffpaket von VitalBodyPLUS
© vitalbodyplus

Omega+

Omega-3-Fettsäuren sind an lebenswichtigen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Ihre Besonderheit: Der Körper kann die essenziellen Fettsäuren nicht selbst herstellen; sie müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Schon die tägliche Einnahme von 250 mg DHA und EPA trägt zu einer normalen Herzfunktion bei. Ein gutes Beispiel für die Bedeutung von Omega-3-Fettsäuren ist die berühmte Kreta-Diät, die mit viel Fisch, Gemüse und hochwertigen Ölen zur Stärkung des Herzens, der Gefäße und der Zellen beiträgt.

Grape+C

Um freie Radikale im Körper abfangen und so zum Zellschutz beitragen zu können, verfügt der Körper über bestimmte Mechanismen. Mit Grape+C und wertvollem OPC-Traubenkernextrakt ergänzt du deine Ernährung um ein hochwertiges Antioxidans, das in der alltäglichen Ernährung eher selten vorkommt. Die Kombination mit Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems während und nach intensiver körperlicher Betätigung bei, das bestätigt auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Ein starkes Immunsystem ist notwendig – nicht nur bei Histaminintoleranz!

MSM-Pro

Natürliches Schwefel kommt im Körper nur in minimalen Mengen vor. Trotzdem erfüllt MSM (Methylsulfonylmethan) unterschiedliche unterstützende Funktionen; unter anderem für die natürliche Gesundheit der Gelenke und für das Immunsystem. Mit enthalten sind die lebenswichtigen Vitamine C, D und K. Du leidest an einer Histaminintoleranz oder interessierst dich generell für gesunde Ernährung? Schau dich gerne einmal bei uns im Onlineshop um – das Nährstoffpaket ist nicht nur einzeln, sondern auch in unserer großartigen Stoffwechselkur zu bekommen!

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Fazit

  • Die Histaminintoleranz betrifft ca. zwei Millionen Menschen in Deutschland. Sie gehört zu den Nahrungsmittelunverträglichkeiten, ähnlich wie die Gluten- oder Laktoseintoleranz.
  • Die Histaminintoleranz ist schwierig zu diagnostizieren. Auftretende Symptome wie eine laufende Nase, juckende Haut oder Verdauungsprobleme sind oft unspezifisch.
  • Ein Nahrungsmitteltest bringt oft Klarheit, ob eine Histaminintoleranz vorliegen könnte. Dabei werden einzelne Nahrungsmittel im Ausschlussverfahren aus der Ernährung verbannt. Bessern sich die Symptome, kann so auf ein bestimmtes Nahrungsmittel geschlossen werden.
  • Das Vermeiden histaminreicher Lebensmittel kann Linderung bewirken. Dies ist für Betroffene anfangs gewöhnungsbedürftig – die Vorteile überwiegen aber schnell.
  • hochwertige Nahrungsergänzungsmittel können zur Stärkung des Immunsystems beitragen. Unser Nährstoffpaket liefert dir – wie der Name schon sagt – ein Paket voller Power für dein Immunsystem.

Quellenverzeichnis

  • Amtsblatt der EU (25.05.2012): https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32012R0432&from=DE (Abgerufen: 20.05.2021)
  • Carina Rehberg (06.05.2021): https://www.zentrum-der-gesundheit.de/ernaehrung/nahrungsergaenzung/msm/organischer-schwefel-msm-pi (Abgerufen: 20.05.2021)
  • BMBF (27.09.2017): https://www.bmbf.de/de/testen-statt-verzichten—schnelle-hilfe-bei-histamin-intoleranz-4876.html (Abgerufen: 20.05.2021)
  • pronovaBKK (2018): https://www.pronovabkk.de/media/downloads/presse_studien/studie_maenner_frauengesundheit_2018/Infografik-Unvertraeglichkeiten.pdf (Abgerufen: 20.05.2021)

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